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Alternative Behandlungsmethoden private Krankenversicherung

In der privaten Krankenversicherung können Kunden, die besonderen Wert auf alternative Behandlungen legen

... wie z.B. Naturheilverfahren, hochwertige Lösungen finden. Üblicherweise bringt man hiermit vor allem den Heilpraktiker damit in Verbindung. Das ist auch ein häufig genutzter Behandlungsweg. Heilpraktiker konzentrieren sich gerne auf alternative Behandlungen, sei es traditioneller Art, oder auch fernöstliche Medizin, sowie neuerer Entwicklungen. Darunter finden sich auch viele Außenseiter-Methoden, die nicht unbedingt zu den Leistungen einer privaten Krankenversicherung gehören. Je nachdem, worauf man Wert legt, muss man sich einen Behandler suchen, der zu einem passt, bzw. der im vorhandenen Krankheitsbild geeignet erscheint. Da man nunmal leichter zum Heilpraktiker werden kann, als zum Arzt, muss jeder für sich herausfinden, wem er da vertrauen mag. Oder ob er verschiedene Heilpraktiker benötigt, je nach Ausrichtung. Nicht wenige Heilpraktiker nehmen für sich in Anspruch, den Menschen ganzheitlich zu behandeln, also nicht nur auf die offensichtlichen Symptome loszugehen, sondern umfassend nach den Ursachen zu suchen. Heilpraktiker rechnen übrigens nach dem Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (kurz GebüH) ab, nicht nach der Gebührenordnung für Ärzte. In diesem Verzeichnis gibt es auch Behandlungen oder Diagnostik-Verfahren, die bei Ärzten gar nicht vorgesehen sind. Einige Beispiele von alternativen Behandlungen durch Heilpraktiker: Aderlass, Akupunktur, Akupressur, Akupunktmassage (z.B. nach Penzel), Anthroposkopie, Atemtherapie, Augendiagnostik, Ayurveda, Bach-Blütentherapie, Baunscheidtieren, Bioresonanz, Blutegel-Behandlung, Colon-Hydrotherapie, Therapie nach Dorn-Breuss, Eigenbluttherapie, Eigenharntherapie, Elektroakupunktur (z.B. nach Voll, kurz EAV), Elektroneuraltherapie nach Croon, Entgiftung (Ausleitung von Giften, wie z.B. Quecksilber), Enzymtherapie, Farblichttherapie, Farbpunktur, Fußreflexzonen-Massage, Heilmagnetische Behandlung, Hypert hermie, Kinesiologie, Krebstherapie, Laserakupunktur, Lasertherapie, Magnetfeld-Therapie, Neuraltherapie nach Huneke, Ohrkerzenbehandlung, Organotherapie, Ozontherapie, Sauerstofftherapie (z.B. HOT), Thymus-Therapie, Ultraschall-Therapie, Zelltherapie. Etliche davon sind im sogenannten Hufeland-Leistungsverzeichnis enthalten.

Der Heilpraktiker ist aber bei weitem nicht der Einzige, bei dem man alternative Behandlungen alternative Behandlungen erhalten kann. Es gibt auch Ärzte, die sich bestimmten Heilverfahren besonders oder sogar ausschließlich zuwenden. Z.B. Naturheilpraxis (also besonders Naturheilverfahren), Praxis für traditionelle chinesische Medizin (kurz TCM), Ärzte mit Schwerpunkt Homöopathie, und/oder Anthroposophie, Akupunktur, Chirotherapie, Osteopathie, Sauerstofftherapie, Ozontherapie, das kann man alles auch im ärztlichen Bereich finden. Es gibt auch Ärzte, die Behandlungen nach der Hufeland-Liste durchführen.

Weiterhin gibt es Behandler, die nicht zwingend im als Heilpraktiker oder Arzt tätig sind, aber dennoch Anwendungen oder Heilverfahren durchführen. Dies sind z.B. Chiropraktiker, Osteopathen, Ernährungsberater, Vitametiker (Behandlungsmethode Vitametik), die helfen können. Die private Krankenversicherung leistet allerdings in erster Linie für Behandlung durch Ärzte oder Heilpraktiker. Wenn man auf bestimmte Behandlungen Wert legt, kann man sich in der privaten Krankenversicherung nach Tarifen orientieren, die sich besonders im Bereich alternativer Behandlungen oder Naturheilverfahren hervortun. Verschiedene private Versicherer haben solche Tarife im Angebot. Das gilt insbesondere in der Vollversicherung. Jedoch gibt es auch Zusatztarife für den ambulanten Bereich, wo Leistungen für Heilpraktiker einbezogen sind, oder auch spezielle Behandlungsmethoden von Ärzten. Die Leistungen für den Heilpraktiker sind jedoch bestenfalls zu 80 % enthalten, und es gibt deutliche Begrenzungen pro J ahr (z.B. 500,- bis 1.000,- Euro jährlich). Solche Regelungen gibt es teilweise auch in der Vollversicherung; in der Regel ist es dort aber großzügiger. Dennoch sollte man genau hinsehen: Mitunter sind die Leistungen für Heilpraktiker enthalten, und auch um Rahmen der Hufeland-Liste - es wird aber nur nach dem Mindestsatz des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker geleistet, was dann nicht wirklich eine herausragende Leistung ist. In der Praxis kann diese Regelung bedeuten, dass man nur etwa den halben Rechnungsbetrag anerkannt bekommt. Oder der Versicherer leistet bei Ärzten auch nach dem Hufeland-Verzeichnis, aber nur bis zum 2,3-fachen Gebührensatz. Das reicht nicht immer aus.

In jedem Fall aber hat man bei der privaten Krankenversicherung deutlich mehr Möglichkeiten bei alternativen Behandlungen, als in der gesetzlichen Kasse. Dort gibt es ja generell keine Leistungen für den Heilpraktiker. Und besondere Methoden, wie z.B. Akupunktur, werden nur bei bestimmten Kassen in Form von Versuchsprojekten geleistet.

Information zur Akupunktur: Stammt aus der alten chinesischen Heilbehandlung. Es werden Nadeln gesetzt, um den Energiefluß im Körper wieder herzustellen. Dadurch Schmerzlinderung und Entspannung. Zusätzlich kann von Nadel zu Nadel ein Stromfluß eingesetzt werden. Oder auf die Nadeln können Kräuter gesetzt werden, die angezündet werden, und Wärme in die Tiefe leiten. Anwendungsgebiete sind z.B: Schmerzsyndrome, Lähmungen, akute vegetative und psychosomatische Störungen, Erkrankungen der Atemwege, Magen-, Darmerkrankungen, Erkrankungen aus dem orthopädischen Bereich, gynäkologische Erkrankungen. Mehrere tausend Ärzte oder Heilpraktiker wenden die Akupunktur an. Die private Krankenversicherung leistet dafür im Allgemeinen bei hartnäckigen Schmerzzuständen.

Information zur Akupressur: Akupunktur-Punkte werden durch Massage gezielt angesprochen. Eingesetzt z.B. gegen Verspannungen, gegen Schmerzen verschiedener Art (vor allem Kopf und Bewegungsapparat), allgemeine Befindlichkeitsstörungen.. Kann auch als Selbstbehandlung angewendet werden. Eine Variante davon ist die Shiatsu-Massage.

Information zur Elektro-Akupunktur: Begleitend zur Akupunktur Akupunktur kann ein schwacher Stromfluß über die Nadeln gesandt werden. Vor allem gegen starke chronische Schmerzen eingesetzt.

Information zur Laser-Akupunktur: Ähnliche Anwendung wie bei der Akupunktur. Statt der Nadeln werden Lichtstrahlen eingesetzt (Softlaser, Infrarot-Laser). Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Softlaser sind überwiegend für Behandlungen der Haut eingesetzt. Infrarot-Laser gehen orthopädische Leiden. Hilft bei rheumatischen Schmerzen, Zerrungen, Stauchungen, Brüchen, Herpes, Ekzemen, Verbrennungen, Nebenhöhlenentzündungen.

Ohr-Akupunktur: Diese geht davon aus, dass bestimmte Punkte am Ohr mit bestimmten Körperteilen in Verbindung sind, und so der ganze Körper über die Ohren beeinflußt werden kann. Außer durch Nadeln kann auch durch Laser stimuliert werden, durch Druckkügelchen, Glasstab, oder mit den Fingern (reiben). Angewandt bei Schmerzen, Verspannungen, bei Knochenbrüchen, anderen Verletzungen und Operationen,und gegen Rheuma.

Schädel-Akupunktur: Hier werden Bereiche an der Schädeldecke akupunktiert, die mit entsprechenden Körperregionen in Verbindung stehen. Hervorgebracht wurde dies vom japanischen Arzt Dr.Yamamoto. Gibt es Beschwerden an der Wirbelsäule oder den Extremitäten, und es werden fachmännisch die Nadeln gesetzt, kommt es zu sofortiger Besserung. Es kann aber auch generell stärkend auf die verschiedenen Organe eingewirkt werden. Die Nadeln bleiben 20 Minuten gesteckt. Eine zusätzliche elektrische Reizung kann eingesetzt werden.

Schröpfen an Akupunktur-Punkten: Dies ist eine Abart des normalen Schröpfens. Sie ist eine Reflextherapie, wirkt schmerzlindernd, und regt die Durchblutung an. Das Immunsystem wird angeregt. Verhärtungen in der Haut werden gelöst. Verfahren: Die gläsernen Saugglocken, genannt "Schröpfköpfe" werden an die Akupunkturpunkte auf dem Rücken gesetzt. Durch Absaugen der Luft entsteht ein Vakuum, und der dadurch entstehende Sog reizt die Blutgefäße. Es gibt auch blutiges Schröpfen, dann wird die Haut an diesen Punkten etwas aufgeritzt. Angewendet bei Schmerzen im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen oder Osteoporose, Schmerzen an Nacken oder Rücken, Magen-Darm-Beschwerden, chronische Schwäche, Erkrankungen der Atemwege.

Anthroposkopie: Ein bioelektrisches Diagnoseverfahren, mit dem Störfelder im Körper entdeckt werden, damit dann entsprechende Behandlungen angewendet werden können.

Atemtherapie: Es geht um das richtige Atmen, was hier gezielt geschult und beeinflußt wird. Wird z.B. zu flach geatmet, wird der Körper schlecht mit Sauerstoff versorgt. Ziel ist eine kombinierte Bauchatmung und Zwerchfellatmung, das sogenannte "Schlüsselbeinatmen" soll vermieden werden. Wirkt bei Atemwegserkrankungen, wie z.B. chronischer Bronchitis, Asthma; bei funktionellen Herz-Kreislauf-Störungen, funktionellen Störungen des Magen-Darm-Bereichs, bei psychosomatischen Erkrankungen, Stressbewältigung (bei Rehabilitation verwendet), Krebsnachsorge, Störungen des Bewegungsapparates. Geschult wird die Atemtherapie außer Ärzten und Heilpraktikern auch von Atemtherapeuten.

Augendiagnostik: Die Diagnostikmethode soll Rückschlüsse auf verschiedene Störungen und Erkrankungen des Körpers ermöglichen. Dadurch werden entsprechende Behandlungswege möglich.

Aderlaß: Kann eingesetzt werden zur Leistungssteigerung der Blutproduktion. Dadurch entsteht ein Eingriff in die körperlichen Abläufe, wodurch fehlgesteuerte Organfunktionen wieder in Balance kommen. Dazu werden ca. 200 bis 300 ml Blut entnommen.

Baunscheidtieren: Hierbei wird ein Apparat, der viele feine Nadeln hat, über Hautpartien gerollt. Die Nadeln dringen 1-2 mm ein. Die entstehenden kleinen Wunden werden mit Salben oder Ölen behandelt, welche die Haut reizen. Dadurch entsteht ein Hautausschlag, durch den Schadstoffe aus dem Körper ausgeleitet werden. Angewendet bei: Schmerzen durch Gicht, Rheuma, Osteoporose, Muskelverspannungen, Reizmagen, Reizdarm, Harnwegsinfekte, Hormonstörungen, allgemeine Infektanfälligkeit.

Bachblütentherapie: Geht auf den britischen Therapeuten Edward Bach zurück, der glaubte, mit bestimmten Blüten- und Pflanzenessenzen das körperliche und geistige Gleichgewicht positiv zu beeinflussen. In stark verdünnter Form wird dies eingenommen. Es handelt sich dabei nicht unbedingt um Heilpflanzen. Gilt als umstritten.

Bioresonanz-Therapie (kurz BRT): Krankheiten lösen disharmonische Schwingungen um Körper, in den Zellen, aus. Harmonische Schwingungen aus dem Bioresonanzgerät, die über eine Elektrode an den Patienten geleitet werden, sollen dies ausgleichen helfen. Es gibt dabei Rückkopplungen zwischen dem Körper und dem Gerät. Krankheiten sollen so verhindert werden, bzw. positiv beeinflußt werden. Die Kommunikation unter den Zellen funktioniert dann wieder besser. Das Gerät kann auch zum Aufspüren von Allergieauslösern und unverträglichen Substanzen verwendet werden. Eine Variante davon ist die Multicom-Therapie, wobei Schwingungen aus der Umwelt das Gleichgewicht wieder herstellen sollen. Auch Mikromagnetfeld-Therapie genannt. Anwendungen bei: Allergien (z.B. auch Neurodermitis), Migräne, Abwehrschwäche, Infektneigung, Herz-Kreislauferkrankungen, Magen-Darmerkrankungen, Entgiftungen/Ausleitungen, Nierenleiden, Gicht, Arthrose, Schmerzzustände allgemein, Schlafstörungen, Frauenleiden, Nierenleid en, Atemwegserkrankungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates.

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